Apfelkuchen vom Blech + 10 gelingsichere Tipps für den perfekten Hefeteig


Tipps Hefeteig

Einer unserer Lieblingskuchen ist definitiv dieser Apfelkuchen vom Blech. Mit ganz dick Streusel drauf versteht sich und einer ordentlichen Portion Äpfel. Eine Prise Zimt darf natürlich auch nicht fehlen um den Geschmack abzurunden. Erst kürzlich ist mir aufgefallen, dass ich dieses Rezept für den weltbesten Apfelkuchen noch gar nicht für euch aufgeschreiben habe. Gerne hole ich das natürlich nach und gebe euch zusätzlich meine Tipps für perfekten Hefeteig gleich mit an die Hand.

Mit Hefe lassen sich viele tolle Gebäckstücke & Kuchen herstellen, denn sie sind fluffig, zart und schmecken außerordentlich leicht und locker. Leider trauen sich viele nicht an den Hefeteig heran, da er oft nicht aufgeht, zu speckig wird oder zu sehr nach Hefe schmeckt. Deshalb habe ich meine besten Tipps für gelingsicheren Hefeteig für euch aufgeschrieben, damit ihr euch über leckere Kreationen damit freuen könnt.

 

Meine 10 Hinweise & Tipps für gelingsicheren Hefeteig:

  1. Für den Teig sollten alle Zutaten unbedingt Zimmertemperatur haben. Butter, Öl, Joghurt etc. vor der Verarbeitung mindestens 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
  2. Bei der Verwendung von Frischhefe gehe ich immer auf Nummer sicher und bereite vor dem eigentlichen Teig einen Vorteig zu. Dies hat den Vorteil, dass ihr sofort erkennen könnt, ob die Hefe gut aufgeht und noch in Ordnung ist.
  3. Ich persönlich verwende ausschließlich (bis auf wenige Ausnahmen) frische Hefe. Aber auch Trockenhefe funktioniert prima. Diese einfach in die Mehlmischung einrühren und mit lauwarmer Milch und den restlichen Zutaten vermengen.
  4. Ein Blick auf das Mindeshaltsbarkeitsdatum verrät außerdem, ob die Hefe noch in Ordnung ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass abgelaufene Hefe nicht mehr aufgeht.
  5. Frischhefe lässt sich super einfrieren. Einfach direkt vom Gefrierfach in die lauwarme Milch geben und wie beschrieben zubereiten.
  6. Hefe liebt Zucker, denn er ist dafür verantwortlich das die Gärung in Gang gesetzt wird. Daher immer etwas Zucker mit in den Vorteig geben (Alternativ ein anderes Süßungsmittel.
  7. Hefeteig mag es warm. Nicht zu heiß und nicht zu kühl. Deshalb sollte die Milch nur lauwarm sein, denn die Hefekultur stirb ab einer Temperatur von 45 Grad ab und geht nicht mehr auf.
  8. Kneten, kneten, kneten. Hefeteig möchte gut geknetet werden. Es ist vollkommen normal, dass der Teig anfangs sehr klebrig und feucht ist. Die meisten begehen den Fehler, dass sie in diesem Schritt immer mehr Mehl hinzugeben. Dadurch wird das Gebäck im Anschluss aber leider viel zu trocken. Durch das Kneten verbinden sich die Zutaten und das Gluten tritt aus und sorgt für Elastizität und Geschmeidigkeit. Lasst euch also nicht beirren und knetet was das Zeug hält.
  9. Nach dem Kneten sollte der Teig in der Schüssel ruhen. Mit einem frischen Handtuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Ihr solltet darauf achten, dass keine Zugluft durch ein offenes Fenster entsteht. Ihr könnt die Schüssel z.B. in den Backofen stellen (40 Grad) oder ihr packt ihn unter eure Bettdecke. Eine Stunde Gehzeit solltet ihr einplanen, bis der Teig sich fast verdoppelt hat und große Blasen wirft.
  10. Nach dem Gehen könnt ihr den Teig nun verarbeiten und formen. Bitte hier darauf achten, dass ihr den Teig nicht noch einmal knetet, sondern direkt verwendet. Nach dem Formen und auf das Backpapier legen gebe ich dem Teig nochmals 20 Minuten unterm Handtuch, bevor er in den vorgeheizten Backofen wandert.

 

 

Apfelkuchen vom Blech

 

 

Apfelkuchen vom Blech

Apfelkuchen mit Streuseln vom Blech

Zutaten für den Vorteig:

1/8 Liter Haferdrink
1 Teel. Zucker
1 Frischwürfel Hefe
2 Eßl Mehl

Zutaten für den Hefeteig:
500g (Dinkel)Mehl
den Vorteig
100g Zucker
1 Prise Salz
125 g vegane Butter (z.B. Alsan)
1/8 bis 1/4 Liter Haferdrink
Abrieb einer Biozitrone

Für die Füllung:
2 kg Äpfel
etwas Zitronensaft

Für die Streusel:

250g (Dinkel)Mehl
100g gemahlene Mandeln
100g Zucker (ggf. etwas mehr, je nach Geschmack)
180g vegane Butter (Alsan)
1 Tel. gemahlenen Zimt

Zubereitung:

  • Für den Vorteig den Haferdrink in einen Topf geben und leicht erwärmen. Hefe zerkleinern und mit dem Zucker hinzufügen. Mit dem Schneebesen gut verrühren. Das Mehl ebenfalls dazugeben, kurz umrühren und für 15 Minuten gehen lassen.
  • Den Vorteig nach der Gehzeit in eine große Schüssel umfüllen und die restlichen Zutaten (bis auf den Pflanzendrink) hinzufügen. Mit den Händen den Teig so lange kneten, bis er sich gut verbunden hat. Immer etwas Haferdrink hinzugeben, damit der Teig nicht zu trocken ist.
  • Die Schüssel mit einem frischen Handtuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Für ca. 1 Stunden gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.
  • In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, in dünne Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
  • Ein Backblech mit einem Eßlöffel Öl bestreichen und den Hefeteig darauf verteilen. Mit den Apfelstücken belegen und die Streusel darüberstreuen.
  • Im vorgeheizten Backofen (170 Grad Ober-/Unterhitze) für ca. 45 Minuten backen, bis die Streusel goldgelb sind.
  • Wer möchte kann den Kuchen nach dem Auskühlen mit etwas Puderzucker besträuben.

 

 

Apfelkuchen vom Blech

 

 

Apfelkuchen vom Blech

Nun könnt ihr loslegen und das Gefühl von fluffigem Hefeteig in euren Händen genießen. Vielleicht versucht ihr das Rezept für diese fruchtig sommerlichen Beerenschnecken, die Zimtbällchen oder den Mohnzopf mit Rotweinpflaumen. Außerdem solltet ihr unbedingt den Mandarinen-Gugl mit frischem Thymian versuchen, oder doch die Donuts mit Rosenblüten und Pistazien?

Ihr seht, mit Hefe kann man so leckere Sachen backen. Ich bin gespannt auf eure Kreationen. Lasst mich gerne wissen was euch gelungen ist und welche Tipps ihr für die Zubereitung habt.

Alles Liebe,

Daniela

1 Comment

  • 4 Wochen ago

    Liebe Daniela,

    danke dir für die vielen tollen guten Tipps für das Gelingen eines Hefeteiges!
    Die Sache mit dem Vorteig und dem Süßungsmittel beherzige ich mittlerweile auch stets, seitdem ich die Erfahrung gemacht habe, vollkommen unaktive Hefe erwischt zu haben.

    Die Sache mit dem Kneten vergesse ich manchmal – also, dass nach dem Gehen nicht nochmal geknetet werden sollte. Aber das werde ich mir jetzt ganz, ganz, ganz gut merken, damit meine nächsten Backwerke so schön locker-fluffig werden wie der tolle Apfelkuchen hier! (Ich liebe übrigens Apfelkuchen!)

    Liebe Grüße
    Jenni

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