{Vorstellung} Rezept mit Geschichte/ Süße Rosinenbrötchen


Es ist wieder Mittwoch und Zeit für eine neue Folge von „Rezepte mit Geschichte“. Die liebe Vanessa von Knust & Kooken ist heute bei mir zu Gast und hat süße Rosinenbrötchen am Start.

Vanessa lebt in Hamburg und führt ihren schönen Blog seit Mai 2015. Eigentlich startete sie das Bloggen durch eine Zusammenarbeit mit einem Informatikstudenten, der eine Homepage für vegane Kuchen designed hatte und dafür eine Bäckerin und Bloggerin suchte. Da kam Vanessa ins Spiel, und sie veröffentlichte zu Beginn Rezepte auf der Seite veganer-kuchen.net. Vor einem Jahr hat sie sich dann mit Knust & Kooken selbständig gemacht und ich mag ihre Rezeptkreationen sehr.

Neben dem Backen liebt sie das Second-Hand-Shopping und Trödeln auf dem Flohmarkt. Toll finde ich, dass ca. 80% ihres Hab&Guts aus zweiter Hand stammen. Beide Hobbys lassen sich aber gut verbinden: Besonderes altes Geschirr, Besteck, Tischdecken etc., die sie erstöbert, landen später oft mit auf ihren Rezeptfotos.

Für Rezepte mit Geschichte hat sie uns süße Rosinenbrötchen ihrer Oma mitgebracht. Ich selbst mag Heferezepte unwahrscheinlich gerne und werde sie die Tage gleich mal nachbacken.

 

 

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Vanessa´ s Geschichte

Ich liebe Hefe. Zum einen wegen des Geruchs, und das nicht nur, wenn ein frisches Hefegebäck warm aud dem Ofen kommt, sondern auch schon vorher, wenn die frische Hefe angerührt wird. Zum anderen natürlich auch aufgrund des Geschmacks. So kann es schon mal passieren, dass bereits beim Teigkneten das ein oder andere Stück roher Hefeteig unversehens in meinem Mund landet. Hefe bringe ich einfach mit meiner Großmutter in Verbindung. Als kleines Mädchen habe ich viel Zeit mit ihr verbracht und ihr so oft beim Backen zugeschaut. Das Größte war, wenn sie „Süße Brötchen“ gebacken hat. Die ganze Wohnung duftete nach Hefe, ich konnte soviel Teig naschen, wie ich wollte. Was für ein Geruchs- und Geschmacksfeuerwerk! Oft wurden die Brötchen mit Rosinen verfeinert, manchmal mit gar nichts. Die Basis blieb immer die gleiche: ein süßer, fluffiger Hefeteig, der nach dem Aufgehen in kleine Stücke geteilt und zu Brötchen geformt wurde.
Ein richtiges Rezept gab es für diese Köstlichkeiten keins; meine Oma hat immer nach Gefühl zusammengerührt. Gott sei Dank habe ich sie ein paar Jahre vor ihrem Tod gebeten, mir die Zutaten und Mengenangaben einmal aufzuschreiben. Natürlich schmecken die Rosinenbrötchen, wenn ich sie heute nach diesem Rezept backe, nicht genauso, als stammten sie von ihr. Aber sie kommen nah dran. Vor allem, wenn ich sie mit selbstgemachtem Apfelgelee bestreiche. So hat sie mir meine Oma nämlich immer zum Frühstück serviert. Rosinenbrötchen stehen für mich für Oma Anneliese, die beste und tollste Oma, die man sich nur wünschen kann.

 

 

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Oma Annelieses Rosinenbrötchen

(für etwa 12 Stück)

Zutaten:
500g Mehl
250ml Hafermilch
100g Margarine
100g Rum-Rosinen (mind. 24 Stunden in Rum gezogen)
50g Rohrohrzucker
1/2 Hefewürfel
1 Pck. Bourbonvanillezucker
Messerspitze Zitronenabrieb
Prise Salz
Prise Zimt
Hagelzucker und ein bisschen Hafermilch zum Verzieren

 

Zubereitung:

  • Die Hafermilch erwärmen und die Margarine darin auflösen. Sobald sie nur noch Zimmertemperatur hat, die Hefe darin verquirlen und mit dem Mehl, Zucker, dem Vanillezucker, der Prise Zimt und Salz und einer Messespitze Abrieb von der Zitrone vermischen.
  • Zum Schluss die Rum-Rosinen unterheben und für etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Wenn  sich das Teigvolumen verdoppelt hat, wird der Rosinenklops erneut durchgeknetet und in etwa 12 Stücke geteilt.
  • Zu kleinen Bällchen formen, auf ein Backblech mit ausreichend Abstand drapieren (die Brötchen gehen noch auf!) und nochmals abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  • Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, die Teigstücke mit Hafermilch bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen. Die süßen Brötchen brauchen etwa 15-20 Minuten, bis sie goldbraun gebacken sind.

 

TIPP: Zwar schmecken sie auch kalt, aber am Besten verspeist man eins heiß und frisch aus dem Ofen! Wer die leichte Rumnote nicht mag, nimmt einfach normale Rosinen, oder, dann wird es etwas fruchtiger, Cranberries!

 

 

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Vielen Dank liebste Vanessa für das großartige Rezept. Rosinenbrötchen werden auch hier gerne verspeist und ich werde es ganz sicher bald ausprobieren.

Wenn Ihr mehr von Vanessa´s Rezepten sehen möchtet, dann schaut doch mal auf Ihrem Blog vorbei. Außerdem ist sie bei Facebook und Instagram zu finden.

Eure Daniela

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