{Rezept mit Geschichte} Herbstliche Kürbismarmelade mit Gewürzen


Es ist wieder Mittwoch und daher Zeit für einen neuen Beitrag aus der Reihe Rezepte mit Geschichte. Hier könnt ihr gerne nachlesen, was es mit dem Thema auf sich hat.

Heute zeigt euch die liebe Emilie von Emilies Treats  ihre leckere Kürbismarmelade und erzählt euch, welche Kindheitserinnerung sie damit verbindet. Doch zuerst möchte ich Euch Emilie etwas näher vorstellen:
Sie lebt wie ich in Berlin, wohnt aktuell allerdings für´s Studium der Ernährungswissenschaften in Halle und pendel oft hin und her, da sie von Berlin nicht loskommt (tja, das kommt mir irgendwie bekannt vor, haha). Emilie bloggt sein Juni 2015, weil das Thema Ernährung sie fasziniert und sie es liebt sich durch aktuelle Studien und Fachzeitschriften zu wühlen. Halbwissen ist gefährlich, und so sollte man durch gute Recherche bestens informiert sein.

Ihre große Leidenschaft ist das Kochen und (kulinarische) Reisen. Ein Jahr hat Emilie in Neuseeland verbracht, was sie sehr geprägt und wo sie auch Ihren Freund für’s Leben gefunden hat.

Aber nun zu Emilies grandiosem Rezept, welches von der Oma selbst nochmals niedergeschrieben wurde……

 

 

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Emilie´s Geschichte

Wenn ich an Rezepte aus meiner Kindheit denke, fallen mir als erstes Eierkuchen, Milchreis und Käsekuchen ein. Gleich gefolgt von Spargel im Speckmantel, Koteletts und Nudeln mit Gulasch.  Was all diese Rezepte gemeinsam haben? – Genau. Sie sind nicht vegan. Veganes wurde zu meiner Kindheit eher selten aufgetischt.

Für Daniela habe ich aber noch ein wenig weiter gedacht: An meine liebe Oma, bei der sich sogar gleich das erste Lieblingsrezept als vegan herausstellte.

Mit ihrer Kürbismarmelade verbinde ich Morgende, die mit dem Läuten einer Blechklingelglocke immer ein wenig zu früh anfangen. Noch heute ist der liebevoll dekorierte Frühstückstisch ein Highlight jeden Besuches und der erklärenden Satz „Die Gäste immer gehen vor, auch wenn sie noch so beschissen sind!“ wird jedes Mal wieder herzlich belacht.

 

Omas Kürbis- und meine Marmeladenliebe

Meine Oma ist nicht nur wahnsinnig witzig, sondern auch sehr fleißig. Jedes Jahr wächst in ihrem Garten mindestens ein großer Kürbis heran, den sie dann zu Massen von Kürbismarmelade und Kürbissuppe verarbeitet.

Die Kürbissuppe wird eingefroren: So können wir sogar im Sommer auf ein Schüsselchen gelbes Glück zählen.

Die Marmeladengläser wandern Stück für Stück in unseren Haushalt über – ohne, dass wir es wirklich mitkriegen!!!

(Mein Freund wirft gerade ein: „Würdest du die Gläser nicht immer annehmen, hätten wir auch keinen Kellerschrank voll mit Kürbismarmelade aus ungefähr drei Kürbisernten!!!“)

Nagut, ich gebe es zu. 😉 Bei jedem Oma-Besuch verdränge ich, dass wir noch unzählige Gläser zu Hause haben. Meine Liebe für Omas Kürbismarmelade ist so stark, dass ich dann natürlich nicht Nein sage und seelig lächelnd zwei neue Gläser davontrage… So ist das eben.

Kürbismarmelade – das Allround Talent

Das Gute an Omas Kürbismarmelade ist, dass sie sehr variantenreich eingesetzt werden kann. Sie schmeckt nicht nur klassisch auf Brot super lecker, nein, sie verfeinert auch Haferbrei, (Kürbis-)suppen, Pancakes und Gemüsepfannen.

Kürbismarmelade passt auch hervorragend zu Käseplatten! Der herb-süße Kontrast ist ein Gedicht und sollte von allen Nicht-Veganern unbedingt ausprobiert werden.

 

 

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Omas handgeschriebenes Rezept – und meine Übersetzung

 Für diesen Beitrag habe ich Oma gebeten, mir ihr Rezept noch einmal ganz detailliert aufzuschreiben. Mündlich behalte ich kleine Feinheiten nicht so gut. Sie hat es getan und sich – typisch Oma! – sehr viel Mühe gegeben. Mit Argusaugen hat sie jedes Wort überprüft und mir zum Schluss noch einmal erklärt:

Das Rezept ist das Ergebnis jahrelangen Probierens und Veränderns und kann natürlich auch noch weiter abgewandelt werden! Sie betont außerdem: Jeder Kürbis schmeckt anders und beeinflusst den Geschmack der Marmelade maßgeblich!

 

 

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Einziger Haken: Omas Schrift zwingt regelmäßig Menschen in die Knie. Ihr Kommentar: „Nur wirklich Intelligente Leute können meine Schrift lesen!“. Wie war mein Freund froh, als er die erste Prüfung bestand und eine ihrer Karten entziffern konnte…

Ich habe das Entziffern für euch übernommen. Dabei bin ich mir sicher, dass auch ihr alle Omas Schrift lesen könntet. 😉

Herbstliche Kürbismarmelade mit Gewürzen

Zutaten:
1500g Kürbisfleisch
150ml Wasser
200ml Orangen- oder Apfelsaft
Saft einer Zitrone
1 gestr. TL Zimt
1 gestr. TL Ingwer
1 gestr. TL Muskatnuss
1 gestr. TL Nelken, gemahlen
250g Gelierzucker 3:1

 

Zubereitung:

  • Das Kürbisfleisch mit dem Wasser weichkochen und pürieren.
  • Den Saft + Zitrone hinzugeben. Mit den Gewürzen verfeinern.
  • Gelierzucker zugeben, gut verrühren und zum Kochen bringen. Mindestens 3 Minuten köcheln lassen. Heiß in Gläser umfüllen (randvoll!) und für mindestens 15 Minuten auf den Kopf stellen.

P.S. Meine Oma gibt meist zusätzlich noch vor dem Kochen einen Beutel Agartine hinzu. Das geliert dann noch besser!

Gutes Gelingen wünscht Irene Hollmann!

 

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Emilie, liebsten Dank an Dich und deine tolle Oma für das großartige Rezept. Ich werde es die Tage unbedingt einmal ausprobieren und dann berichten.

Wenn ihr mehr von Emilie´s Rezeptkreationen sehen möchtet, dann schaut gerne auf ihrem Blog Emilies Treats vorbei, oder auch bei Facebook und Instagram.

Hier findet ihr weitere Beiträge zum Thema Rezepte mit Geschichte.
Alles Liebe,
Daniela

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