{Rezept} Französiche Fougasse und die Kunst des Brotbackens

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Habt ihr Lust auf einen kleinen Ausflug nach Frankreich?
Na dann kommt mit! Ich entführe euch in die Provence und es gibt frisches, selbstgebackenes Brot, Aufstriche mit Kräutern und ein gutes Glas Rotwein.

Gestern haben wir eine typisch französische Fougasse gebacken.

Wie ich zu der Idee mit diesem Brot gekommen bin ist eine lustige Geschichte.

Anfang der Woche war ich in dem nostalgischen Cafe Pakolat in Berlin- Prenzlauerberg. Die Räumlichkeiten sind wundervoll eingerichtet und versetzen einen in eine andere Zeit zurück. Der Kaffee wird hier noch selbst geröstet, Brot und Brötchen selbst gebacken und auch das Angebot an frischen Kuchen ist nicht zu verachten. Das Tolle ist auch, dass man im hinteren Raum durch eine Glasscheibe einen super Einblick in die ebenso nostalgische Küche erhält.

Ich konnen zusehen, wie Brötchen geformt und Kuchen verziert wurden und war sogleich fasziniert. Ich finde es immer wieder schön, dass es noch Cafes gibt welche die Handwerkskunst beherrschen und mit viel Liebe zum Detail etwas herstellen.

Die Besitzerin Janine erzählte mir von Ihren Anfängen in der Backstube und wie sie ihr erstes Brot selbst gemacht hat. Sie hat viel ausprobiert und experimentiert in dieser wundervollen Küche. Inspirationen in Sachen Brot hat sie sich aus dem Buch von Richard Bertinet geholt. Er ist DER Brotbäcker in Frankreich und ist bekannt für seine Fougasse.

Mein Interesse war sofort geweckt und ich hab mir sogleich das Rezept aufgeschrieben.
Und voilá- gestern haben wir es dann ausprobiert.
Die Herstellung ist eine aufregende Sache und wir haben viel gelacht dabei.

Zutaten für 2 Fougasse: (nach Richard Bertinet)
500 gr. Weizenmehl Typ 550
10 gr. Salz
10 gr. frische Hefe oder 1 Pkg. Trockenhefe
350 gr. lauwarmes Wasser
etwas Maismehl

Alle Zutaten grob miteinander vermengen. Nun den Teig auf ein Holzbrett geben (bitte KEIN Mehl verwenden). Nun wird der Teig in rythmischen Bewegungen immer wieder auf das Holz geworfen, leicht auseinandergezogen und angehoben.
Dies wird so lange wiederholt, bis sich der Teig von der Arbeitsfläche löst und richtig glatt ist.

Den Teig mit Mehl bestäuben und in einer Schüssel für 1 Std. abgedeckt ruhen lassen.
Nun in zwei Hälften teilen und mit einer Teigkarte die typischen Einkerbungen einritzen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit Maismehl bestäuben.

Bei 230 Grad ca. 10- 12 Minuten backen.
 
Das Video und die genaue Vorgehensweise von dem Meister Richard Bertinet könnt ihr euch hier ansehen.

Dazu gab es verschiedene Sorten von Aufstrichen.

Tomaten-Cashew:
8 eingelegte getrocknete Tomaten
40 gr. Cashews
1/2 Bund Ruccola
Pfeffer, Salz
2 Eßl. Olivenöl
2 Knoblauchzehen

Olivenpaste:
150 gr. schwarze entsteinte Oliven
1 Eßl. gutes Olivenöl
Pfeffer, Salz
1 Tel. frischen gehackten Rosmarin

Kräuter-Knoblauchbutter:
100 gr. Alsan oder Butter
2 Knoblauchzehen
Petersilie, Basilikum, Ruccola, Schnittlauch
Pfeffer, Salz

Je alles im Mixer zu gewünschter Konsistenz zerkleinern. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Alles Liebe,

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